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© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

Wer gestaltet Kirche vor Ort?

In den neuen Seelsorgeräumen arbeiten Teams gemeinsam. Hauptberufliche, Hauptamtliche und ehrenamtlich Engagierte. Nicht alles hängt an einer Person. Verschiedene Berufsgruppen und Begabungen kommen zusammen. Dabei geht es nicht nur um Organisation – sondern vor allem um Beziehungen, Vertrauen, ein gutes Netzwerk und die geistliche Begleitung der Menschen.

Gemeinsame Leitung des Seelsorgeraums und im Seelsorgeraum

Vorgesehen sind differenzierte Formen von kirchenrechtskonformen Modellen gemeinsamer Leitung (des Seelsorgeraums und im Seelsorgeraum). Die Kooperative Leitung des Seelsorgeraums wird  von einem Trio aus Pfarrer, Pastoraler Koordination und Verwaltungsleitung wahrgenommen.  Eine Organisationseinheit auf Diözesanebene führt dieses Trio gemeinsam. Das Trio arbeitet eng mit dem Rat der Pfarrei und dem Kirchenvorstand zusammen. Hinzu kommt ein multiprofessionelles Team.

In der Übergangszeit von der Errichtung der Seelsorgeräume zum 1. Advent 2026 bis zum Start der Trios werden in der Regel die heutigen Dechanten zzgl. eines erweiterten Teams als Übergangsleiter eingesetzt.

Es wird ein obligatorisches Bewerbungsverfahren zur Auswahl der Rollen der Pastoralen Koordination und Verwaltungsleitung geben. Ein hybrides Verfahren (Ausschreibung und Ansprache) ist für die Rolle des Trio-Pfarrers vorgesehen.

Die Pastorale Koordination ist grundsätzlich vorgesehen für Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten, Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten, Priester und Ständige Diakone im Hauptamt.

Die Einübung einer synodalen Beratungs- und Entscheidungskultur ist ein zentrales Anliegen im Bistumsprozess.

Wer gehört zum Pastoralteam?

Das Leitungstrio arbeitet mit dem Rat der Pfarrei und dem Kirchenvorstand zusammen. Im Seelsorgeraum arbeitet darüber hinaus  ein multiprofessionelles Team.  Dieses besteht aus:

Investition in Engagementförderung und Multiprofessionialität ist eine zentrale Richtungsentscheidung der Bistumsleitung im Zuge der Transformation. Auch wenn die Kirchensteuereinnahmen zurückgehen, werden die Ausgaben für (multiprofessionelles) Personal vor Ort in den kommenden Jahren möglichst stabil bleiben. Es werden neue Berufe erschlossen und vernetzt, um multiprofessionelle Teams in der Seelsorge zu stärken.

Vielfalt dezentraler (selbst-)organisierter Initiativen und Netzwerke - So könnten die Substrukturen im Seelsorgeraum aussehen

Ein Seelsorgeraum beinhaltet eine Vielfalt dezentraler (selbst-)organisierter Initiativen und Netzwerke.

  • Zunehmend ehrenamtlich getragene Kirche in vielgestaltiger Form
  • Im Seelsorgeraum: Etablierung von Substrukturen, die so flexibel wie möglich sind, um die Besonderheiten vor Ort aufgreifen zu können (Subsidiarität)
  • Lokale Kirchenentwicklung
  • Ökumenische und nicht-kirchliche Kooperationen
  • Digitale Formen der Vernetzung, Verkündigung und Gemeinschaft

Wie dieses Netzwerk im Seelsorgeraum genau aussehen könnte wird weiter ausgearbeitet und vor Ort diskutiert. Ein mögliches Modell zeigt das Schaubild.

Erklärfilm: So könnten starke Substrukturen im Seelsorgeraum aussehen - Ein Netzwerk der Verantwortung von der Basis bis zur Leitung

Der Film zeigt ein mögliches Modell der Zusammenarbeit im Seelsorgeraum, zu dem Resonanzen eingeholt werden. Gemeinsam mit Engagierten, Gremienvertretern und den Mitarbeitenden im Projekt wird das Modell für die Seelsorgeräume weiterentwickelt und ausdifferenziert.

Mehr im FAQ

Was genau ist eigentlich unter multiprofessionellen Teams zu verstehen? Wie verändern sich die Aufgaben der leitenden Pfarrer und des weiteren pastoralen Personals? Wie sieht künftig die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen aus? Und welche Unterstützungsmöglichkeiten bietet das Erzbistum?

Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie im FAQ:

FAQ