7. Thesen: Hohe Motivation bei gleichzeitiger Ressourcenknappheit
Die Ergebnisse zeigen eine hohe Motivation der Engagierten. Über ein Drittel haben sogar sehr viel Spaß (35,8 Prozent) am Feld Digitaler Glaubenskommunikation. Jedoch verlangt gute Kommunikation zeitliche Ressourcen. Mehr als deutlich artikulieren die Umfrageteilnehmenden ihre Unzufriedenheit über die zeitlichen Kapazitäten (41,6 Prozent). Hier besteht eindeutiger Handlungsbedarf, um die Freude und den Einsatz für digitale Glaubenskommunikation hochzuhalten oder im besten Fall zu stärken. Denn die prinzipielle Bereitschaft zum Engagement in diesem Feld ist eindeutig vorhanden. Das Teilprojekt kann daher auf einen guten Resonanzraum bauen.
8. These: Es braucht eine Stärkung der digitalen Glaubensstrategie durch Ressourcen und Fortbildung
Jetzt kommen die Engagierten selbst zu Wort. Denn sie sind es, die ihre Kreativität und Inspiration und nicht selten auch ihr Gesicht einbringen:
- „Es braucht dringend Kapazitäten für dieses Feld.“
- „Wir brauchen professionelle Unterstützung.“
- „Ein MUSS um junge Menschen zu erreichen.“
- „Ein Feld das immer unterschätzt wird.“
- „Digitale Glaubenskommunikation sollte zukünftig zu meiner Kernkompetenz zählen.“
- „Wenn man genau hinschaut, ist das ein Vollzeitjob.“
- „Anhand des Fragebogens merke ich: Bei uns findet zu wenig crossmediales Arbeiten statt. Dringender Nachholbedarf!“
- „Eine Chance unseren Glauben sichtbar zu machen – diese sollten wir nicht verstreichen lassen.“
9. These: Die Umfrage hat einige Learnings für das Teilprojekt Digitale Seelsorge & Glaubenskommunikation eruiert
Die Umfrage war ein Erfolg und hat das Teilprojekt vorangebracht. Die Mitarbeitenden können neue Motivation aus den Ergebnissen ziehen. Denn: Die Bedeutung von Digitaler Glaubenskommunikation ist bei Hauptberuflichen wie Ehrenamtlichen längst angekommen. Sie wird nicht selten als Pastoraler Ort und Raum von Kirche identifiziert.
Gleichzeitig ragen Handlungsfelder aus den Rückmeldungen heraus. Pointiert ausgedrückt: Es braucht mehr Professionalität, mehr Unterstützung und mehr Raum für Entwicklung. Denn den Glauben digital zu kommunizieren ist zeitintensiv und läuft vielerorts zu sehr nebenher. Deshalb sind zusätzliche Unterstützungsleistungen ebenso notwendig wie personelle und finanzielle Ressourcen. Möglichkeiten wären zum Beispiel Digitallotsinnen und Digitallosten, die Engagierte in der Pastoral begleiten.
Auch Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Haupt- und Ehrenamtliche sind ein wichtiger Schlüssel: zum Beispiel zu Zielgruppendefinition, Gestaltung oder Layout sowie dem Sprechen in die Kamera. Denn nur so entsteht Sicherheit und Ausdrucksstärke!
Oft steckt die Digitale Glaubenskommunikation noch in den Kinderschuhen und bleibt nicht selten bei einer digitalen Version klassischer Pfarrnachrichten stehen. Umso wichtiger ist es, Räume für Vernetzung zu eröffnen, in denen neue Ideen entstehen, Inspirationen geteilt und Projekte gemeinsam umgesetzt werden können. So kann Digitale Glaubensverkündigung zukünftig weiterwachsen – qualitativ wie quantitativ.
Am Ende steht der herzliche Dank für die zahlreichen Rückmeldungen. Sie haben dem Teilprojekt viele Diskussionsanstöße gegeben und zur Weiterarbeit inspiriert!